Faktencheck Erneuerbare 2025: Wind und Solar an der Spitze
Erneuerbare Energien stabil auf hohem Niveau
Erneuerbare Energien deckten im Jahr 2025 55,9 % des deutschen Strommixes, der tatsächlich ins öffentliche Netz eingespeist wurde und so in den Haushalten und Unternehmen ankommt. Damit blieb der Anteil gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert auf hohem Niveau.
Wind und Sonne erstmals gemeinsam an der Spitze
Zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Stromerzeugung standen Windkraft und Photovoltaik gemeinsam an der Spitze:
Windkraft war 2025 der stärkste einzelne Stromerzeuger im öffentlichen Netz.
Photovoltaik folgte unmittelbar dahinter und steigerte ihren Stromoutput im Jahresvergleich um etwa 21 %.
Damit überholte die Solarenergie zum ersten Mal die Stromproduktion aus Braunkohle – ein markantes Zeichen des Strukturwandels im Energiesystem.
☀️ Öffentliche Nettostromerzeugung in der Europäischen Union
Entwicklung der Stromerzeugung nach Energieträgern 2015–2025 in TWh
Fossile Erzeugung stagniert
Während erneuerbare Stromerzeugung stabil blieb, stagnierte der Anteil fossiler Energien im Netz:
Der Rückgang der Braunkohle wurde durch höhere Erdgaserzeugung kompensiert, sodass fossile Quellen insgesamt kein nennenswertes Wachstum oder Schrumpfen im Gesamtmix zeigten.
Was bedeutet das für die Energiewende?
1. Strukturwandel wird messbar:
Die Zeiten, in denen fossile Kraftwerke dominieren, sind vorbei – auch wenn sie weiterhin einen Teil des Mix ausmachen.
2. Solar besitzt neue Gewichtung:
Photovoltaik ist nicht nur stark gewachsen, sie zählt nun zur Spitze der Stromerzeugung – gemeinsam mit der Windenergie.
3. Erneuerbare sind tragfähig:
Mit mehr als der Hälfte des Strommixes tragen Wind und Sonne entscheidend zur Versorgungssicherheit bei – trotz schwankender Wetterlagen und politischer Debatten.
Fazit
Das Stromjahr 2025 zeigt: Wind und Solar tragen mehr Verantwortung als je zuvor – und sie liefern.
Für Investoren, Projektentwickler und Energieakteure bedeutet das: Die Transformation hin zu einer erneuerbaren Stromwirtschaft ist nicht nur Wunschdenken, sondern Realität auf Basis harter Zahlen.
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