Sonneninitiative
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Trotz aller Unkenrufe: Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien erreicht immer neue Rekordwerte. 2025 haben Sonne und Wind die Kohle als größte Stromquelle weltweit überholt.

Der globale Siegeszug der Solarenergie

Wer nur den deutschen Diskussionen folgt, könnte meinen, die Energiewende stecke in der Krise. Doch ein Blick auf die globalen Zahlen zeigt das Gegenteil: Die erneuerbaren Energien befinden sich auf einem beispiellosen Siegeszug – und die Photovoltaik ist der Motor dieser Entwicklung.

Die Zahlen sprechen für sich

2024 wurden weltweit rund 600 Gigawatt neue Solarleistung installiert – ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die global installierte Photovoltaikleistung überschritt damit die Marke von 2,2 Terawatt. Zum Vergleich: Es dauerte 68 Jahre, um das erste Terawatt zu erreichen. Für das zweite Terawatt brauchte die Welt nur noch zwei Jahre.
Im ersten Halbjahr 2025 wurde erstmals weltweit mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als aus Kohle – ein historischer Wendepunkt. Der Anteil der Erneuerbaren an der globalen Stromerzeugung stieg auf über 34 Prozent.

China als Treiber – aber nicht allein
China installierte 2024 allein 329 Gigawatt neue Solarleistung – mehr als die Hälfte des weltweiten Zubaus. Damit hat das Land als erstes überhaupt die Marke von einem Terawatt installierter Photovoltaik überschritten. Doch auch andere Länder legen rasant zu: Indien verdoppelte seinen Zubau auf über 30 Gigawatt, Pakistan erreichte 17 Gigawatt, und selbst in Südafrika lösen private Solaranlagen die Stromausfälle, die das marode Kohlestromnetz nicht verhindern konnte.

Deutschland: Vorreiter von gestern, solider Ausbau heute
Deutschland war 2010 noch Weltmeister bei der installierten Solarleistung – fast die Hälfte aller Anlagen weltweit stand hierzulande. Nach dem Markteinbruch ab 2012 hat sich der Ausbau wieder erholt: 2025 wurden über 16 Gigawatt neu installiert, die Gesamtleistung liegt bei über 106 Gigawatt. Photovoltaik lieferte 2025 rund 18 Prozent des deutschen Stroms und überholte damit erstmals Braunkohle und Erdgas.

Warum der Trend unumkehrbar ist
Die Erneuerbaren wachsen nicht trotz, sondern wegen der Wirtschaftlichkeit. Solarstrom ist in vielen Regionen der Welt bereits die günstigste Form der Stromerzeugung. 2024 flossen über 90 Prozent aller weltweiten Investitionen in neue Stromerzeugung in erneuerbare Energien. Fossile und atomare Kraftwerke spielen beim Neubau praktisch keine Rolle mehr.

Für die Sonneninitiative bestätigt diese Entwicklung den eingeschlagenen Weg: Bürgersonnenkraftwerke ermöglichen es jedem, Teil dieser globalen Energiewende zu werden – lokal, wirtschaftlich sinnvoll und gut fürs Klima.

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